In Kürze
WiNCO₂ bringt 13 Forschungsvorhaben zusammen, die neue Ansätze für die industrielle Nutzung von CO₂ erforschen. Als Vernetzungs- und Transferplattform fördert WiNCO₂ den Austausch zwischen den Projekten und relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dadurch gelangen Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung, innovative Lösungen werden beschleunigt umgesetzt und der Dialog über Chancen und Herausforderungen der CO₂-Nutzung gestärkt.
Woran wir arbeiten
Motivation
Forschung zu CCU-Technologien findet heute an vielen Standorten, in unterschiedlichen Organisationen und entlang verschiedener Teilbereiche der Wertschöpfungskette statt. Diese Vielfalt ist wichtig, denn sie ermöglicht es, unterschiedlichste Ideen parallel zu entwickeln und zu erproben. Gleichzeitig erfordert die industrielle Skalierung funktionierende Gesamtlösungen. Dafür müssen komplementäre Ansätze frühzeitig zusammengeführt und die gesamte Wertschöpfungskette ganzheitlich gedacht werden. Angesichts der Dringlichkeit, die Industrie in Richtung CO₂-basierter Prozesse zu transformieren, reicht das klassische Tempo von Forschung und Entwicklung nicht aus. Es braucht gezielte Ansätze, um Innovationen schneller zur Anwendung zu bringen.
Idee
Vor diesem Hintergrund begleitet das Vernetzungs- und Transfervorhaben WiNCO₂ die Fördermaßnahme übergreifend und verknüpfend. Ziel ist es, die 13 geförderten Projekte miteinander zu vernetzen und ihre Zusammenarbeit systematisch zu stärken. Die Vernetzung geht dabei bewusst über den Förderaufruf DISCO₂ hinaus: WiNCO₂ bezieht eine möglichst breite Forschungs-Community im Bereich innovativer CCU-Technologien mit ein. So entstehen mehrere Vorteile:
- Vermeidung von Parallelentwicklungen
- schnellere Generierung neuer Ideen
- effizientere Weiterentwicklung der Technologien
Ein zentrales Anliegen ist es, gemeinsame Schnittstellen zwischen den Projekten zu identifizieren. Dadurch können Entwicklungen so aufeinander abgestimmt werden, dass sie sich perspektivisch zu einer durchgängigen Wertschöpfungskette verbinden lassen.
Details
WiNCO₂ fördert den Austausch zwischen den Projektpartnern durch regelmäßige Formate – sowohl vor Ort als auch digital. In der Früh- und Endphase der Projekte findet je ein öffentliches Statusseminar statt, auf denen die Forschungsarbeiten allen interessierten Akteuren vorgestellt werden. Aktive Recherchen und Vernetzungsarbeit für mögliche Kooperationen außerhalb des Förderaufrufs werden aktiv betrieben. Aktuelle Entwicklungen werden fortlaufend über diese Website sowie über LinkedIn kommuniziert.
WiNCO₂ in Zahlen
Studien
Ein weiterer Schwerpunkt von WiNCO₂ liegt in der strukturierten Bewertung der entwickelten Technologien.
Um Umwelt- und Klimaauswirkungen der innovativen Prozesse bewerten zu können, führt jedes der dreizehn Forschungsvorhaben eine Ökobilanzanalyse des eigenen Verfahrens durch (engl. Life Cycle Analysis LCA). Analog machen die Projekte für die Bewertung der künftigen wirtschaftlichen Bedeutung jeweils eine technoökonomische Analyse (techno-economical analysis TEA). WiNCO₂ stellt sicher, dass die Vergleichbarkeit dieser Analysen gegeben ist, und führt die Ergebnisse über alle beteiligten Forschungsvorhaben hinweg zusammen.
Ein zentrales Hemmnis für die breite Anwendung CO₂- basierter Technologien ist der derzeitige Rechtsrahmen, der noch nicht angemessen auf innovative Nutzungsformen von CO₂ ausgelegt ist. Eine begleitende rechtliche Studie in WiNCO₂ analysiert daher den Status quo, identifiziert bestehende regulatorische Barrieren und entwickelt Vorschläge, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen innovationsfreundlich und zugleich nachhaltig entwickelt werden können.
Unabhängig davon widmet sich eine weitere begleitende Studie den Potenzialen zur Reduktion atmosphärischen Methans. Methan ist ein besonders wirksames Treibhausgas, dessen Entfernung aus der Atmosphäre ein bislang wenig erschlossenes, aber vielversprechendes Feld für den Klimaschutz darstellt. Die Studie soll technologische Ansätze systematisch erfassen und bewerten, um fundierte Grundlagen für zukünftige Forschungs- und Förderstrategien zu schaffen.
Partner
Erfolgreiche Forschung lebt von Zusammenarbeit. Entdecken Sie die Partner, die das Projekt aktiv begleiten und voranbringen.
Das Competence Center for Energy Transition (CC4E) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der HAW Hamburg, die sich interdisziplinär den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Energiewende annimmt. Entwickelt werden praxisnahe Lösungen für ein breites Spektrum an technologischen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Problemstellungen – von der Idee bis zur Umsetzung. Damit leistet das CC4E einen nachhaltigen Beitrag zu wirksamem Klima- und Umweltschutz.
In DISCO₂ unterstützt das CC4E beim übergeordneten Veranstaltungsmanagement und der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem verantwortet es den Vergleich der Ökobilanzen und technoökonomischen Analysen, sowie die Erstellung der Studie zur Entfernung von Methan aus der Atmosphäre.

hySOLUTIONS entwickelt innovative Projekte in Mobilität und Industrie und koordiniert erfolgreich nationale sowie europäische Vorhaben. Das Team vereint langjährige fachliche Expertise mit umfassender Erfahrung im Projektmanagement, in der Fördermittelakquise sowie in Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
hySOLUTIONS fungiert in DISCO₂ als zentrale Drehscheibe: Das Unternehmen vernetzt Akteure aus Industrie und Forschung, übernimmt das übergreifende Projektmanagement und steuert die Kommunikation. Dadurch entstehen reibungslose Prozesse und eine starke Außenwirkung.

Das IKEM ist ein gemeinnütziger Verein und unabhängiges Forschungsinstitut mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der interdisziplinären Forschung zum Klimaschutz. Die Arbeitsschwerpunkte des IKEM sind die Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung von Strategien zur Vermeidung oder Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen.
In DISCO₂ übernimmt das IKEM die rechtswissenschaftliche Begleitung, informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen von CCU und beantwortet ad-hoc-Anfragen.

Kontakt

Dr. Oliver Arendt
Studie zur Entfernung von atmosphärischem Methan
HAW Hamburg | CC4E
oliver.arendt@haw-hamburg.de

Simon Großmann
Studie zu rechtlichen Rahmenbedingungen von CCU
IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V.
simon.grossmann@ikem.de

Jennifer Kreissel
Koordination Projektkommunikation
und Netzwerk
hySOLUTIONS GmbH
jennifer.kreissel@hysolutions.de

Lisa Pinkowski
Projektkommunikation und Netzwerk
Vergleich von LCA/TEA
HAW Hamburg | CC4E
lisa.pinkowski@haw-hamburg.de



