DISCO₂-Projekte gestartet
Zwischen Februar und Mai haben 13 Forschungsvorhaben des DISCO₂-Förderaufrufs des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt mit insgesamt 41 Partnern aus Wissenschaft und Industrie begonnen. Ziel des Förderaufrufs „Disruptive Ansätze zur industriellen Nutzung von CO₂“ (kurz DISCO₂) ist die Entwicklung von neuartigen Technologien und Methoden zur Nutzbarmachung von CO₂ aus industriellen Punktquellen und der Atmosphäre bzw. Umwelt. DISCO₂ ist damit im Bereich Carbon Capture and Utilization (CCU) angesiedelt.
Jetzt beginnen drei Jahre, in denen die Akteure verschiedene Prozesse entlang der CCU-Wertschöpfungskette erforschen und entwickeln. Die Forschungsteams beschäftigen sich unter anderem mit der Gewinnung und Aufbereitung von CO₂ aus der Luft, dem Meer bzw. Biogas oder der Umwandlung des extrahierten CO₂ in grundlegende Plattformchemikalien für die chemische Industrie. Die produzierten Stoffe reichen von Synthesegas über Olefine bis hin zu Methanol und Kerosin. Der Fokus liegt dabei auf Verfahren, die das Potenzial für grundlegende und nachhaltige Umbrüche in der späteren kommerziellen Skalierung haben.
Um den tatsächlichen Effekt der neuen Technologien auf die Umwelt abzuschätzen sowie das wirtschaftliche Potenzial zu bestimmen, werden im Laufe der Projektlaufzeit Umweltbilanzen und techno-ökonomische Analysen durchgeführt. Die Begleitforschung von DISCO₂ hat die Aufgabe, die Analysen zusammenzuführen und einen Überblick über die Bilanzierungen der Projekte zu geben.
Aktuelle Erkenntnisse und Zwischenergebnisse werden kontinuierlich auf dieser Website – auf den jeweiligen Projektunterseiten oder bei den News – veröffentlicht.